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Debatte [clear filter]
Friday, July 4
 

10:30

Autorisierung von Interviews – Der Streit um Zitate
Das Public Relation Global Network (PRGN) hat vor Kurzem eine Umfrage zum Umgang von Wirtschaftsjournalisten aus 14 europäischen Laendern  mit Unternehmensführern veröffentlicht. Eine Frage darin lautete: Erlauben Sie dem CEO oder der PR-Agentur vor Veröffentlichung, die Zitate zu autorisieren? Im Schnitt der europäischen Länder antwortete nur die Minderheit mit Ja (41 Prozent), in Deutschland dagegen antwortete die Mehrheit (54 Prozent) der Journalisten, dass sie „jederzeit“ die Zitate autorisieren lassen („allow to review all the time“). 38 Prozent sagen, sie machen das gelegentlich und es hängt ab von der Beziehung zum Gesprächspartner. Nur 8 Prozent der deutschen Journalisten sagen, sie legen Zitate niemals vor. In den USA hat die schleichende Zunahme dieser Praxis 2012 dazu geführt, dass die „New York Times“ ihren Journalisten die Autorisierung von Zitaten sogar ausdrücklich verboten hat, weil damit die Unabhängigkeit der Berichterstattung bedroht werde und die Gesprächspartner zu viel Einfluss auf einen Artikel nehmen können. Kann die Initiative der New York Times für uns Vorbild sein? Das Podium diskutiert, ob diese Bereitwilligkeit zum Vorlegen von Zitaten nicht auch unsere Glaubwürdigkeit gegenüber Lesern zerstört.

Moderatoren
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Thomas Schuler

freier Autor
Thomas Schuler, geboren 1965, Absolvent der Columbia Journalism School in New York, lebt und arbeitet als freier Journalist in München. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung , Neuen Zürcher Zeitung und Berliner Zeitung. Er ist Autor der Familienbiografien „Die... Read More →

Referenten
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Monika Bäuerlein

CEO, Mother Jones
Monika Bäuerlein is CEO of Mother Jones. Previously, she served as co-editor with Clara Jeffery, who is now editor-in-chief. Together, they spearheaded an era of editorial growth and innovation, marked by two National Magazine Awards for general excellence, the addition of a... Read More →
MD

Martin Doerry

stellvertretender Chefredakteur, Spiegel
Dr. Martin Doerry wurde am 21. Juni 1955 in Veerßen bei Uelzen geboren. Im Anschluss an das Abitur studierte er Germanistik und Geschichte in Tübingen. Nach einem Stipendiatenaufenthalt 1978 an der Universität Zürich und dem Ersten Staatsexamen erhielt er 1983 ein Promotionsstipendium... Read More →
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Michael Haller

Medienwissenschaftler, Europäisches Institut für praktische Journalismusforschung (EIJK)
Prof. Dr. Michael Haller ist wissenschaftlicher Direktor des Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung in Leipzig. Bis zu seiner Emeritierung im Herbst 2010 leitete er den Lehrstuhl Journalistik an der Universität Leipzig, wo er nach der Wende den neuen... Read More →
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Stephan Lamby

Autor und Produzent, ECO Media TV
Stephan Lamby studierte in Marburg und Hamburg Germanistik und Anglistik. Er arbeitete als freier Journalist in New York und als stellv. Chefredakteur bei Radio 107 in Hamburg. Seit 1992 war Lamby beim Fernsehmagazin der ZEIT stellv. Redaktionsleiter und Moderator, seit 1997 ist er... Read More →


Friday July 4, 2014 10:30 - 11:30
S2 Recherchepraxis

11:45

Von wegen normal! – Hitzlspergers Coming-Out in den Medien
Schon seit Jahren hatten Journalisten das Coming-Out eines Profi-Fußballers  förmlich herbei gesehnt. Als dann mit Thomas Hitzlsperger endlich einer den Schritt wagte, taten dieselben Kollegen dann doch überrascht: Ausgerechnet Hitzlsperger, der harte Kerl! Als würde man einem Schwulen eine Blutgrätsche nicht zutrauen. Der Scoop gelang am Ende nicht etwa einem klassischen Sportreporter, sondern zwei KollegInnen, die in ganz anderem Zusammenhang bekannt sind: Carolin Emcke, berühmt geworden als Kriegsreporterin, und dem Feuilleton-Chef der Zeit, Moritz Müller-Wirth. Wie entstand der Kontakt zu Hitzlsperger? Welche Befürchtungen gab es vor der Veröffentlichung? Und wie bewerten die AutorInnen selbst das gewaltige Medienecho im Rückblick?

Interview mit Thomas Hitzlsperger: „Homosexualität wird im Fußball ignoriert“: tinyurl.com/zeit-hitzl

Moderatoren
CM

Caren Miosga

Moderatorin, ARD Tagesthemen
Den ersten Kontakt zum Journalismus knüpfte Caren Miosga zu Zeiten ihres Studiums der Geschichte und Slawistik in Hamburg. Wenn Sie nicht gerade Reisegruppen durch St. Petersburg oder Moskau führte, berichtete Sie bereits für diverse Hörfunkstationen aus dem Land der Zaren. Nach... Read More →

Referenten
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Carolin Emcke

Publizistin
Carolin Emcke, geb. 1967, studierte Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und Harvard; Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes; Promotion in Philosophie über den Begriff „Kollektiver Identitäten“, von 1998 - 2006 war sie Redakteurin beim... Read More →
TK

Thomas Krüger

Präsident, Bundeszentrale für politische Bildung
Thomas Krüger, geboren 1959, absolvierte zunächst in den Jahren 1976 bis 1979 eine Ausbildung zum Facharbeiter für Plast- und Elastverarbeitung und nahm dann ein Studium der Theologie auf, anschließend war er Vikar. Seine politische Karriere begann er 1989 als eines der Gründungsmitglieder... Read More →
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Moritz Müller-Wirth

stv. Chefredakteur, Die Zeit
stv. Chefredakteur DIE ZEIT


Friday July 4, 2014 11:45 - 12:45
K3 Forum

14:15

Journalist/innen 2014: Wer sind wir? – (Neutrale) Beobachter oder (engagierte) Aktivisten?
Den Satz kennt jeder:“Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer guten“. Die einstige Tagesthemen-Legende Hanns Joachim Friedrichs formulierte damit ein Credo, das viele Journalisten/innen verinnerlichten. Doch wie wichtig - und richtig - ist diese Haltung in der heutigen Zeit ? Der Medienjournalist Stefan Niggemeier schreibt und redet seit Jahren gegen die Prak- tiken bei BILD, Günter Wallraff sieht sich als „Anwalt der Schwachen“, Annette Bruhns engagiert sich für mehr Frau- en in den Chefetagen von Sendern und Verlagen. Sind sie deshalb keine „neutralen Beobachter/innen“ mehr, weil sie sich „mit einer Sache gemein machen“ ? Eine Diskussi- on über das Selbstverständnis von Journalisten/innen im Jahr 2014  - und über ein immer wieder zitiertes Credo aus dem Jahr 1995. Journalisten, Aktivisten und Fans: „Ich habe eine Meinung“ (journalist.de): tinyurl.com/niggi-jaktivist


Moderatoren
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Anja Reschke

Leiterin Innenpolitik, NDR
Anja Reschke studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Sozialpsychologie in München. 1993 begann sie als freie Reporterin bei Antenne Bayern. 1998 trat Reschke ihr Volontariat beim NDR an. Ab 2000 iwar sie freie Autorin bei Panorama und seit Juli 2001 Moderatorin der Sendung... Read More →

Referenten
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Annette Bruhns

Redakteurin Spiegel Wissen / Spiegel Geschichte, Der Spiegel
Annette Bruhns, 47, Vorsitzende des Vereins "ProQuote Medien", ist Spiegel-Redakteurin seit 1995. Bis 2006 war sie in der Politik, dann wechselte sie zu den Reihen SPIEGEL Wissen / SPIEGEL Geschichte; außerdem ist sie Buchautorin. Sie hat in Berlin studiert und nebenher frei... Read More →
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Stefan Niggemeier

Übermedien
Stefan Niggemeier wurde als Fernseher geboren und sieht seither alles, was läuft, aus beruflichen Gründen auch Schrott, inzwischen sogar HD. Er ist Diplom-Journalist und schreibt seit Jahren über Medien, was manchmal und zum Glück auch therapeutisch wirkt. Als Redakteur hat er... Read More →
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Oliver Schröm

Chefredakteur, correctiv.org
Nach einem Volontariat bei der „Heidenheimer Zeitung“ arbeitete Schröm unter anderem für „Die Zeit“, die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ sowie für das ZDF-Magazin „Kennzeichen D“. 2010 gründete er das Investigativ-Team des „Stern“ und leitete es bis... Read More →
GW

Günter Wallraff

Günter Wallraff, Jahrgang 1942, lebt und arbeitet in Köln. Veröffentlichungen u.a.: Wir brauchen dich. Als Arbeiter in deutschen Industriebetrieben (1966; 1970 unter dem Titel Industriereportagen ), 13 unerwünschte Reportagen (1969), Ihr da oben, wir da unten (mit Bernd Engelmann... Read More →


Friday July 4, 2014 14:15 - 15:15
K1 Forum

15:30

Auslandsreporter – Wo sind die Frauen?

Der Blick auf die Welt außerhalb Deutschlands ist männlich geprägt. Nur jeder fünfte Leiter eines Auslandsstudios der ARD ist eine Frau, sowohl beim Fernsehen wie beim Radio. Beim ZDF werden sogar nur drei der 19 Auslandsstudios von Frauen geleitet. Bei Print ist die Situation ähnlich – beim Leitmedium SPIEGEL z.B. ist unter den 15 Auslandskorrespondenten nur eine Frau.
Warum ist das so? Antonia Rados (RTL), Susanne Knaul (Weltreporter), Christoph Reuter (SPIEGEL Beirut) und NDR-Hörfunkdirektor Joachim Knuth diskutieren darüber mit Annette Bruhns (SPIEGEL/ ProQuote). Rados ist seit 36 Jahren Auslandsreporterin. Sie hat in den „Hot Spots“ dieser Welt gearbeitet, von Bagdad bis Tripolis. Knaul,  alleinerziehende Mutter, berichtet als freie Print-Korrespondentin seit 25 Jahren aus Israel. Reuter ist ebenfalls seit Jahrzehnten im Nahen Osten unterwegs, in Krisengebieten wie Syrien, Afghanistan, Irak. Zu Knuths Job gehört es, Auslandskorrespondenten auszuwählen und in die Welt zu entsenden.
Die Journalisteninitiative „ProQuote Medien“ hat Ende 2013 den Frauenmangel im Ausland erstmals öffentlich thematisiert. Anlass war, dass der NDR im letzten Herbst gleich fünf Männer auf attraktive Außenposten schickte, nach Brüssel, London, Moskau, Tokio und Neu Delhi. Hörfunkdirektor Knuth begründete die Auswahl gegenüber ProQuote damit, dass viele Kolleginnen aufgrund familiärer Verpflichtungen nicht ins Ausland wollten. Manche Berichtsgebiete würde von Frauen auch wegen der Gefahr gemieden, verlautete der NDR.
Warum aber sind bei den „Weltreportern“ die Hälfte aller Korrespondenten Frauen? Freie Kolleginnen setzen sich im Ausland offenbar genauso gut durch wie Männer – auch mit Familie. Und: Wieso waren im Krisengebiet Ukraine so viele Korrespondentinnen im Einsatz? Neben der bekannten ARD-Frontfrau Golineh Atai tummelte sich dort gut ein Dutzend weitere Reporterinnen. Atai sagt, in der Ukraine sei es sogar „ein Vorteil, Frau zu sein“. Grund: Journalistinnen hätten vielfältigere Zugänge – und seien sicherer vor Übergriffen. 

ProQuote befragt Krisenreporterinnen / Golineh Atai: „Es ist ein Vorteil, Frau zu sein“: tinyurl.com/pq-ausld


Moderatoren
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Annette Bruhns

Redakteurin Spiegel Wissen / Spiegel Geschichte, Der Spiegel
Annette Bruhns, 47, Vorsitzende des Vereins "ProQuote Medien", ist Spiegel-Redakteurin seit 1995. Bis 2006 war sie in der Politik, dann wechselte sie zu den Reihen SPIEGEL Wissen / SPIEGEL Geschichte; außerdem ist sie Buchautorin. Sie hat in Berlin studiert und nebenher frei... Read More →

Referenten
SK

Susanne Knaul

freie Journalistin
Aus der Feder von Susanne Knaul stammen Reportagen, politische Analysen und Interviews zur Nahost-Thematik der letzten 20 Jahre. Jassir Arafats Heimkehr aus dem Exil gehört dazu, das israelisch-jordanische Friedensabkommen, der Mord an Yizhak Rabin, Israels Truppenabzug aus dem... Read More →
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Joachim Knuth

Direktor, NDR Hörfunk
Den Gang in den Journalismus erfolgte für Joachim Knuth über ein klassisches Studium. In München und Austin, Texas studierte Politik, Kommunikationswissenschaft und Geschichte, während er parallel dazu die Deutsche Journalistenschule besuchte. Mit dieser Ausbildung im Gepäck... Read More →
AR

Antonia Rados

Chefreporterin Ausland, RTL
In Österreich geboren, in der Welt zu Hause könnte als Lebensmotto von Antonia Rados gelten. Mit dem Wissen einer promovierten Politologin brach sie bereits Ende der 70er Jahre für den ORF als Korrespondentin in die unterschiedlichsten Regionen der Erde auf. Besondere Aufmerksamkeit... Read More →
CR

Christoph Reuter

Korrespondent, Spiegel
Nach seinem Studiums der Islamwissenschaften, Politologie und Germanistik in Hamburg zog es Christoph Reuter in die arabische Welt, die ihn bis heute fasziniert. Für Magazine wie Geo, stern oder die Zeit berichtete er vorwiegend aus dem Nahen Osten und Afghanistan, was ihm 1997 den... Read More →


Friday July 4, 2014 15:30 - 16:30
K3 Forum

16:45

Undercover reloaded: Enthüllungsjournalismus - damals und heute
Günter Wallraff und Hans Leyendecker – beide Journa- listen stehen für brisante Recherchen und spektakuläre Enthüllungen. Sie sind beide schon seit Jahrzehnten dabei. Leyendecker zunächst beim SPIEGEL, seit Jahren schon bei der Süddeutschen. Wallraff häufig als Undercover-Journa- list an Orten, wo es Missstände zu dokumentieren gab – und gibt. Was hat sich im Journalismus verändert in all den Jahren, war früher tatsächlich alles viel aufregender? Wie erleben die beiden diese neuen Zeiten - in Konkurrenz zu Bloggern und „Leserreportern“? In Zeiten, wo immer mehr gespart, immer mehr Stellen abgebaut werden. In Zeiten der permanenten Veränderung all der Rahmenbedingun- gen, die den Journalismus so spannend machen? Und wie sehen sie die Zukunft für Journalisten/innen, wie kann man motivieren und begeistern?

Moderatoren
avatar for Hans Leyendecker

Hans Leyendecker

Hans Leyendecker, geboren 1949, volontierte beim Stader Tageblatt, wechselte 1979 zu Der Spiegel und deckte dort unter anderem die Flick-Affäre auf. Seit 1997 arbeitete er für die Süddeutsche Zeitung, zunächst als Leitender Politischer Redakteur, dann bis September 2016 als... Read More →

Referenten
GW

Günter Wallraff

Günter Wallraff, Jahrgang 1942, lebt und arbeitet in Köln. Veröffentlichungen u.a.: Wir brauchen dich. Als Arbeiter in deutschen Industriebetrieben (1966; 1970 unter dem Titel Industriereportagen ), 13 unerwünschte Reportagen (1969), Ihr da oben, wir da unten (mit Bernd Engelmann... Read More →


Friday July 4, 2014 16:45 - 17:45
K1 Forum
 
Saturday, July 5
 

10:30

Kooperationen: SZ, NDR, WDR - (Un)Sinn und (Un)Zuverlässigkeit von Recherchepartnerschaften
Es begann im Jahr 2011 ohne großes Bimborium, sondern schlicht und pragmatisch. Kollegen der Süddeutschen Zeitung und des NDR teilten sich zuweilen über Recherchen miteinander aus und berichteten parallel. Mit „Offshore Leaks“ , der weltweiten Kooperation begann ein Trend: Medien kooperierten, Rechercheure tauschten sich aus. Auch die Zusammenarbeit von SZ und NDR wurde zum sichtbaren Erfolgserlebnis. Seit Februar 2014 ist mit dem WDR ein weiterer Kooperationspartner hinzugekommen, der ehemalige Spiegel-Chef Georg Mascolo steht and der Spitze der voneinander redaktionell unabhängigen Partner. Die Kooperation wird kritisch beäugt von Kollegen – auch wegen ihrer Größe. Müssen Medien heutzutage kooperieren, dürfen Medien kooperieren?

Moderatoren
TZ

Torsten Zarges

Chefreporter, DWDL
Torsten Zarges ist seit Juli 2013 Chefreporter des Medienmagazins DWDL.de. Zuvor berichtete er 14 Jahre lang als Korrespondent für den Medienfachdienst kress aus Köln. Seit 2004 ist er zudem Inhaber der Agentur Zarges|creative talent connection, die u.a. Fachveranstaltungen... Read More →

Referenten
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Jakob Augstein

Verleger und Chefredakteur, der Freitag
Jahrgang 1967, ist Verleger und Chefredakteur der Wochenzeitung „der Freitag“. Augstein schreibt regelmäßig auf Spiegel Online die Kolumne „Im Zweifel links“. Schon während seines Politikwissenschaftstudiums arbeitete er freiberuflich für die „Berliner Zeitung“, 1993... Read More →
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Jörg Eigendorf

Chefreporter des Investigativ-Ressorts, Die Welt
Jörg Eigendorf, 46, hat nach der Ausbildung an der Kölner Journalistenschule in der Domstadt Volkswirtschaftslehre studiert und dort 1996 seinen Abschluss als Diplom-Volkswirt gemacht. Parallel dazu arbeitete er von 1993 bis 1999 in Moskau, seit 1994 als Wirtschaftskorrespondent... Read More →
avatar for Hans Leyendecker

Hans Leyendecker

Hans Leyendecker, geboren 1949, volontierte beim Stader Tageblatt, wechselte 1979 zu Der Spiegel und deckte dort unter anderem die Flick-Affäre auf. Seit 1997 arbeitete er für die Süddeutsche Zeitung, zunächst als Leitender Politischer Redakteur, dann bis September 2016 als... Read More →
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Lutz Marmor

NDR Intendant und ARD-Vorsitzender
Lutz Marmor (Jahrgang 1954) stammt aus Köln. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und wissenschaftlichen Tätigkeiten kam er 1983 zum WDR in die Hauptabteilung Finanzen. 1986 übernahm er dort die Leitung der Abteilung Rechnungswesen. 1991 ging Marmor als Verwaltungsdirektor... Read More →


Saturday July 5, 2014 10:30 - 11:30
K3 Forum

11:45

Das langsame Sterben der Zeitungen – Die Schuldfrage: Das „böse“ Internet – oder doch eigene Managementfehler?
„Brauchen wir Zeitungen?“ fragt Michael Haller in einem Buch mit diesem Titel. Die Frage ist natürlich rhetorisch gemeint. Regionalzeitungen gehören immer noch zur Grundausstattung, um Bürger zu informieren und die Willensbildung in unserer Demokratie zu leisten, und sie erreichen mehr Menschen als Fernsehsender. Doch die Auflagen sinken. Vor eineinhalb Jahren wurden 120 ehemalige Tageszeitungsleser in Berlin, Hamburg und Leipzig befragt, warum sie ihre Zeitung abbestellt haben. „Es gab immer öfter Berichte in der Zeitung, die mich nicht interessieren,“ beklagten sie. Gefolgt von: „...konnte oft nicht erkennen, was wirklich wichtig ... ist.“ Und „Oft stand in den Berichten nur das, was ich schon vom Radio oder Fernsehen wusste.“ Bemängelt wurde zuviel Irrelevantes, Oberflächlichkeit, zu wenig Eigenleistung und Recherche. Regionalzeitungen verlieren kontinuierlich an Auflage und machen das Internet dafür verantwortlich, dass Anzeigen und Leser abwandern. Michael Haller dagegen argumentiert, dass der Schwund schon lange vor dem Internet einsetzte und Zeitungen sich selbst in Gefahr brächten, weil sie die Bedürfnisse ihrer Leser vernachlässigten. Ausgehend von zehn Jahre Arbeit als Direktor des Instituts für Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung (IPJ) in Leipzig erklärt Haller, welche Fehler sie machen und was sie ändern müssen, um zu überleben.
Die Mehrheit der Leser, sagt er unter Verweis auf seine Forschung, wolle Relevanz und Orientierung am Morgen. Es sei ein falsches Wunschdenken von Journalisten, dass Zeitungsleser im „Internetzeitalter“ in der Tageszeitung lieber schöne Erzählgeschichten finden möchten als aktuelle und „hart“ recherchierte nachrichtliche Berichte. Datenanalysen zeigten etwas ganz anderes, nämlich, dass es den Leuten (egal, ob 30 Jahre oder 60 Jahre alt), auf den Inhalt ankomme: Viele Ereignisse wollten sie nachrichtlich-berichtend vermittelt haben nach klassischen journalistischen Kriterien wie Aktualität und Relevanz. Es geht in diesem Gespräch also darum, wie die regionale Tageszeitung Geltung zurückgewinnen kann.

Moderatoren
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Thomas Schuler

freier Autor
Thomas Schuler, geboren 1965, Absolvent der Columbia Journalism School in New York, lebt und arbeitet als freier Journalist in München. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung , Neuen Zürcher Zeitung und Berliner Zeitung. Er ist Autor der Familienbiografien „Die... Read More →

Referenten
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Michael Haller

Medienwissenschaftler, Europäisches Institut für praktische Journalismusforschung (EIJK)
Prof. Dr. Michael Haller ist wissenschaftlicher Direktor des Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung in Leipzig. Bis zu seiner Emeritierung im Herbst 2010 leitete er den Lehrstuhl Journalistik an der Universität Leipzig, wo er nach der Wende den neuen... Read More →


Saturday July 5, 2014 11:45 - 12:45
S2 Recherchepraxis

11:45

Haltung im Journalismus?! – Und wie Recherche helfen kann
Zu viel "Mainstream", zu viel gegenseitiges Abschreiben. So immer wieder die Klage von vielen, die das lesen, sehen und hören, was Journalisten/innenso alles berichten. Umso bemerkenswerter - und auch auffälliger -, wenn es beimanchen Themen sehr unterschiedliche Berichte, Recherchen und Einordnungen gibt. Beate Lakotta hat viele Monate für den SPIEGEL die "Affäre Gustl Mollath" recherchiert. Für viele Medien und Sender war - und ist - der Fall klar: Die Justiz hat versagt, ein unliebsamer Mann sollte mit konstruierten Vorwürfen zum Schweigen gebrachtwerden, abgeschoben in die Psychiatrie. Beate Lakotta kam zu einem anderen, weniger eindeutigen Befund: Weder entdeckte sie die große Verschwörung noch war Gustl Mollath nur der unschuldig Verfolgte. Ihre Artikel führten zu heftigen Diskussionen und Irritationen. Mangelnde Recherche konnte ihr aber niemand vorwerfen. Auch bei anderen Themen erlebt man solche Artikel abseits des Mainstreams - seies der Fall Hoeneß, die (Nach)Berichterstattung zur Causa Wulff oder die aktuelle Affäre rund um Franz Beckenbauer. Wie erleben die jeweiligen Journalisten/innen diese "eigene", sich von vielen anderen abgrenzende  Berichterstattung, wie reagieren Leser/innen, wie dieeigene Redaktion, wie die "anderen" Kollegen/innen? Immer wieder wird "Haltung" von Journalisten gefordert - und wird allzu oft mit Stimmungsmache verwechselt. Wie also können eigene Recherchen dabei helfen, eine fundierte, überzeugende Haltung zu haben? Und sie auchzu verteidigen? Gegenüber denen, die lieber den Mainstream bedienen? 

Moderatoren
IS

Irmhild Speck

Seminarleiterin, Akademie für Publizistik
Irmhild Speck ist Seminarleiterin an der Akademie für Publizistik Hamburg. Sie konzipiert und betreut Fernseh- und Print-Seminare. Zuvor hat sie als freie Journalistin für Arte, NDR und SWR gearbeitet, als Redakteurin für T1 New Media und Roger Willemsen. Als Print-Autorin... Read More →

Referenten
BL

Beate Lakotta

Kriminal- und Justizreportage, Der Spiegel
Beate Lakotta, geboren 1965 in Kassel, studierte Germanistik- und Politik in Heidelberg. Nach einem TV-Volontariat und einigen Jahren als Freie ging sie 1997 zu SPIEGEL special und von dort zum SPIEGEL. Als Redakteurin im Wissenschaftsressort schrieb sie vor allem über Themen aus... Read More →


Saturday July 5, 2014 11:45 - 12:45
R2

11:45

Jung, weiblich, digital - Bestimmen Frauen die Online-Zukunft?
Ein paar Jahre ist es nun her, dass ein Aufschrei durch die Medien ging. Es war der Ruf nach mehr Frauen in den Medien, vor allem auf die machtvolleren Positionen. Einiges hat sich seitdem getan, zumindest in einigen Redaktionen und einigen Bereichen. Vor allem bei den Online-Medien haben es verhältnismäßig viele, auffallend viele junge Frauen bis an die Spitze geschafft. Sind Frauen online-affiner als Männer? Oder geben Männer diese Position notgedrungen lieber ab als eine immer noch als relevanter geltende Print-Chefredaktion? Drei Spitzen-Frauen erzählen, was sie als Online-Chefinnen erleben - und ob jetzt schon alles gut ist mit den Frauen in den Medien.

Moderatoren
US

Ulrike Schweitzer

Redaktionsleiterin Menschen hautnah, WDR
Schweitzer ist seit Januar 2000 Redaktionsleiterin von „Menschen hautnah“.Sie ist Kölnerin aus Leidenschaft, studierte Politische Wissenschaften und Literatur und kam 1978 zum WDR. Zunächst arbeitete sie als Autorin und Redakteurin beim Regionalmagazin Hier und Heute, wechselte... Read More →

Referenten
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Frauke Böger

Online-Chefin, taz.de
Frau­ke Bö­ger (*1982), stu­dier­te Ge­schich­te, So­zi­al­wis­sen­schaf­ten und In­ter­ame­ri­can Stu­dies an der Uni­ver­si­tät Bie­le­feld und der Johns Hop­kins Uni­ver­si­ty in Ba­lit­mo­re, Ma­ry­land, USA. Seit 2009 ist sie bei der taz, die... Read More →
BH

Barbara Hans

stellvertretene Chefredakteurin, Spiegel Online
Barbara Hans studierte Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Angewandte Kulturwissenschaft in Münster und Brighton, Großbritannien. Neben dem Studium arbeitete sie seit 2005 als freie Mitarbeiterin für SPIEGEL ONLINE. Ab September 2006 absolvierte sie dort ein... Read More →
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Anita Zielina

stv. stern-Chefredakteurin, stern.de
Anita Zielina ist seit September 2013 stellvertretende Chefredakteurin des STERN. Im Mai 2013 kam sie als Managing Editor Online für das Hamburger Magazin an den Baumwall. Vor ihrem Wechsel nach Deutschland war die gebürtige Österreicherin fast zehn Jahre lang in unterschiedlichen... Read More →


Saturday July 5, 2014 11:45 - 12:45
K3 Forum

11:45

Was hat Snowden mit uns gemacht? – Und was machen wir mit Snowden?
Edward Snowden hat schon jetzt viel erreicht. Die Themen Datenschutz und Massenüberwachung haben Hochkonjunktur, die Bedeutung von Whistleblowern wird diskutiert, die Aktivitäten vieler Geheimdienste werden kritisch hinterfragt. Und auch für viele Journalisten hat sich durch Snowdens Dokumente und sein (erzwungenes) Exil in Moskau einiges verändert: Wie bereitet man seriös die Dokumentenflut aus, wie kann man auch medienübergreifend kooperieren? Wie kann man
sich sinnvoll engagieren – für das Thema, für die Person Snowden? Und wie kann man verhindern, dass dieses so wichtige Thema nicht wieder von der journalistischen und politischen Agenda verschwindet, weil die Leser/innen es nicht mehr interessiert, weil Journalisten/innen einen neuen, angeblich viel wichtigeren Skandal entdeckt haben?

Moderatoren
AD

Annette Dittert

Leiterin Studio London, ARD
Annette Dittert (* 1962 in Köln) studierte Politik, Philosophie und Germanistik in Freiburg und Berlin. Von 1984 -91 arbeitete sie als Reporterin, Redakteurin und Moderatorin beim SFB. 1992 wechselte sie zum WDR und war dort u.a. für Konzept und Redaktionsleitung der WDR-Medienshow... Read More →

Referenten
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Katja Gloger

Autorin, stern
Die Stern-Autorin Katja Gloger (geb. 1960) arbeitete nach dem Studium der Slawistik und Politik zunächst als TV-Reporterin beim WDR und wechselte 1989 zum Stern nach Hamburg, für den sie als Korrespondentin aus Moskau berichtete. 2004 ging sie als politische Korrespondentin für... Read More →
LH

Luke Harding

Correspondent, The Guardian
Luke Harding wurde 1968 in Nottingham geboren und studierte Englisch in Oxford. 1996 stieß er zum Guardian und stieg zu einem der profiliertesten Auslandskorrespondenten der linksliberalen Tageszeitung auf. Er berichtete aus Neu-Delhi, Berlin und Moskau ebenso wie vom Afghanistan... Read More →
avatar for Georg Mascolo

Georg Mascolo

Leiter, Rechercheverbund SZ, WDR und NDR
Georg Mascolo, geb. 1964, begann 1988 bei SPIEGEL TV und wechselte 1992 zum Nachrichtenmagazin Der Spiegel, wo er stellvertretender Leiter des Berliner Büros wurde. Mit seinen Recherchen beispielsweise über die „Plutonium-Affäre“ wurde er zu einem der bekanntesten investigativen... Read More →
avatar for Elmar Theveßen

Elmar Theveßen

Deputy Editor-in-Chief, ZDF German Television
Elmar Theveßen began his career in TV journalism in 1991 at ZDF’s offices in the former German capital of Bonn, covering domestic politics and security issues. As ZDF’s North America correspondent based in Washington from 1995-2001, he reported not only on the Clinton administration... Read More →


Saturday July 5, 2014 11:45 - 12:45
K1 Forum

14:15

Bildblog u.a. - zum Zustand der Medienkritik

Medien kritisieren alle und jedes unerbittlich, nur wenn es um sie selbst geht, werden sie eigentümlich stumm und vertragen keinerlei Kritik, lautet ein gängiges (Vor?)Urteil. Medienjournalismus könnte daran etwas ändern, ist bei den etablierten Adressen aber in den vergangenen Jahren ins Hintertreffen geraten: Bei den klassischen Zeitung regiert der Sparzwang, und die angstbesetzten öffentlich-rechtlichen Sender tun sich mit kritischer Beobachtung vor allem des eigenen Systems traditionell schwer. Dafür haben unabhängige Watchdogs, Blogger und Kolumnisten Konjunktur. Doch ist die Medienkritik angesichts der Veränderungen und Herausforderungen in ihrem immer breiter werdenden Berichterstattungsgebiet noch auf der Höhe der Zeit? Welche Rolle spielten institutionelle Rücksichtnahme und/oder eigene Interessen? Welchen Einfluss hat sie – und bei wem?

Happy Birthday, Bildblog! bildblog.de/58026/happy-birthday-bildblog


Moderatoren
avatar for Steffen Grimberg

Steffen Grimberg

MDR
Geboren 1968 im schönen Ruhrgebiet. Studium der Journalistik und Geschichte in Dortmund und Edinburgh. Volontariat bei der "Thüringer Allgemeinen", danach Tätigkeit für Fachzeitschriften, britische Zeitungen und das CNN-Büro in Berlin. Tätigkeit bei einer Medienberatungsfirma... Read More →

Referenten
avatar for Mats Schönauer (angefragt)

Mats Schönauer (angefragt)

Bildblog / topfvollgold.de
Mats Schönauer ist freier Journalist in Berlin und Chef des Bildblog. Er hat in Dortmund Journalistik studiert und bei der Westfälischen Rundschau volontiert. Mit Moritz Tschermak betreibt er seit 2013 das Regenbogenpresse-Watchblog topfvollgold... Read More →
avatar for Silke Burmester

Silke Burmester

Redaktionsleiterin, Die Dame
Silke Burmester lebt als freie Journalistin und Dozentin in Hamburg. Weil sie über „was mit Medien“ nachdenkt, pausieren die taz Medienkolumne "Die Kriegsreporterin" und andere Schreibereien. Über Twitter werden aber noch Lebenszeichen ausgesandt: @medienfront
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Stefan Niggemeier

Übermedien
Stefan Niggemeier wurde als Fernseher geboren und sieht seither alles, was läuft, aus beruflichen Gründen auch Schrott, inzwischen sogar HD. Er ist Diplom-Journalist und schreibt seit Jahren über Medien, was manchmal und zum Glück auch therapeutisch wirkt. Als Redakteur hat er... Read More →
CT

Claudia Tieschky

Süddeutsche Zeitung
Claudia Tieschky, 46, ist Medienredakteurin bei der Süddeutschen Zeitung in München, sie schreibt über Medienpolitik, aber nicht nur darüber.Foto: Alessandra Schellnberger


Saturday July 5, 2014 14:15 - 15:15
K1 Forum

14:15

Gemeinnütziger Journalismus – ein Weg aus der Krise?

In den USA boomt der gemeinnütziger Journalismus. In den vergangenen Jahren sind dutzende Recherchebüros gegründet worden. Vom großen Newsroom ProPublica bis zur lokalen Investigative Post in Buffalo gibt es etliche Modelle. Sie arbeiten an spannenden, oft investigativen Themen, publizieren im Netz und werden vor allem durch Spenden finanziert.

Das besondere daran: weil sie gemeinnützig sind, können sie Spenden annehmen und Zuwendungen an die Büros sind von den Steuern absetzbar. So wird privates Geld mobilisiert.

Die Folgen sind beachtlich: Die Redaktionen haben keinen Verlagsmanager im Nacken, der vor allem Profit sehen will. Sie können kritisch berichten – ohne Rücksicht auf Anzeigenkunden, Verlegerfilz und Medienagenda. Ihre Unabhängigkeit ermöglicht Nonprofit-Redaktionen, Themen anzupacken, die sonst im Mainstream untergehen würden.

Wir wollen darüber diskutieren, ob gemeinnütziger Journalismus einer von vielen Wegen für Deutschland wäre, die Medienkrise zu überwinden.

Denn für gemeinnützig arbeitende Journalisten reicht es nicht, Agenturmeldungen umzuschreiben und Klickmonster zu produzieren. Ihre Geschichten müssen so gut sein, dass die Leser dafür gerne Geld geben. Gemeinnützigkeit kann den Journalismus verändern.

Aber leider kann Journalismus in Deutschland momentan nicht gemeinnützig sein. Denn er ist nicht durch die Abgabenordnung als Aufgabe für den Staat anerkannt. Wir stellen deshalb die Frage: Warum sind in Deutschland der Verbraucherschutz oder die Sportförderung gemeinnützig – guter Journalismus aber nicht?

Thomas Nückel von der FDP hat für sich eine Antwort gefunden. Er will die Abgabenordnung nun ändern. Er hat deswegen eine entsprechende Gesetzesinitiative in den NRW-Landtag eingebracht. Sein Ziel: die Landesregierung NRW soll über den Bundesrat die Abgabenordnung entsprechend anpassen.

Mit ihm zusammen werden Tabea Rößner, Medienpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, und Ines Pohl,  Chefredakteurin der taz diskutieren.

Wo sind die Schwierigkeiten für gemeinnützigen Journalismus, wo die Chancen.

Das Format ist offen; das Publikum und die Pressevertreter sind eingeladen mitzudiskutieren.


Moderatoren
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Sonja Volkmann-Schluck

n-ost
Leitung Textbereich beim Netzwerk für Osteuropaberichterstattung n-ost in Berlin. Zuständig für das Osteuropa-Magazin ostpol.de. Vorher arbeitete sie in den Wirtschaftsredaktionen des SWR und des RBB. Gastredakteurin bei polnischen Medien. Studium der Politik- und Kommunikationswissenschaft in München, Masterabschluss an der London School of Economics. Ausbildung an der Deutschen J... Read More →

Referenten
TN

Thomas Nückel

Abgeordneter des Landtages NRW, FDP
Thomas Nückel sitzt seit 2012 für die FDP im NRW-Landtag. Er ist dort medienpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Er wohnt in Herne. Vor seiner politischen Karriere war Nückel als freier Journalist für verschiedene Printmedien und Sender tätig, u.a. für BBC und WDR. Er kennt... Read More →
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Ines Pohl

Chefredakteurin, taz
Nach dem Magister in Skandinavistik und Germanistik in Göttingen 1995, volontierte Ines Pohl bei der „Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA)”. Anschließend war sie als Lokalredakteurin tätig und forschte an der Uni Oslo zum Gesundheitswesen. Von 2005 bis 2008 war... Read More →
TR

Tabea Rößner

Abgeordnete des deutschen Bundestages, Bündnis 90/ Die Grünen
Tabea Rößner sitzt seit 2009 im Bundestag. Dort ist sie Sprecherin für Medienpolitik und Demografie, außerdem hat sie einen ständigen Sitz im Ausschuss für Kultur und Medien, und ist Obfrau im Unterausschuss Neue Medien. In der Enquete-Kommission "Internt und digitale Gesel... Read More →
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David Schraven

Publisher, CORRECTIV
David Schraven leitet das Recherchezentrum correctiv.org als Publisher und inhaltlicher Geschäftsführer.Nach Stationen bei der „Tageszeitung“ und der „Süddeutschen Zeitung“ war er zunächst als freier Journalist für die „Welt“-Gruppe im Wirtschaftsressort und im Ressort... Read More →


Saturday July 5, 2014 14:15 - 15:15
K6 Personen & Projekte

15:30

Wem gehören die Medien? ...und wer kontrolliert sie?
Offiziell ist alles Bestens: Die Gesellschaft bezahlt für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und ist dafür in dessen Aufsichtsgremien repräsentativ vertreten und hat großen Einfluss auf Personal wie Programm. Der letzte Halbsatz zumindest stimmt. Doch ob die Zusammensetzung der Rundfunk-, Fernseh- und Hörfunkräte bei ARD, ZDF und Deutschlandradio wirklich der heutigen Gesellschaft entsprechen, darf getrost bezweifelt werden. Zudem haben bei manchen Anstalten Staatskanzleien und die klassische Politik überdeutlichen Einfluss in den die eigentlich staatsfernen Gremien. Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil vom März 2014 jetzt eine grundlegende Reform der Gremienaufsicht  im öffentlich-rechtlichen Rundfunk angestoßen. Hintergrund ist die „Causa Koch- Brender“ beim Zweiten Deutschen Fernsehen. 2009 wollte das ZDF den Vertrag seines damaligen Chefredakteurs Nikolaus Brender verlängern. Doch der mehrheitlich von Vertretern der Politik besetzte Verwaltungsrat des Senders stellte sich quer. Und der von Vertretern der CDU/CSU dominierte Fernsehrat kuschte wie der Intendant. Nur widerwillig und nachdem eine Lösung im politischen Hinterzimmer gescheitert war, marschierte das Bundesland Rheinland-Pfalz schließlich nach Karlsruhe. Das in diesem Frühjahr ergangene Urteil lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Die Zahl der politischen Vertreter in den Gremien ist auf höchstens ein Drittel zu Begrenzen, es müssen künftig auch andere gesellschaftliche Gruppen vertreten sein, um einer „Versteinerung“ der Gremien entgegen zu wirken und die heutige Gesellschaft besser als bisher abzubilden. Außerdem haben die Gremien ein „Mindestmaß an Transparenz“ herzustellen. Bis zum Sommer 2015 muss die Politik nun eine Neuregelung für das ZDF beschließen. Doch das Urteil gilt sinngemäß auch für alle anderen öffentlich-rechtlichen Sender.  Vor allem beim Deutschlandradio, aber auch bei einzelnen ARD-Anstalten wie dem MDR wird sich etwas ändern müssen.

Moderatoren
IS

Ingrid Scheithauer

Ingrid Scheithauer ist als Publizistin, Moderatorin und Beraterin tätig. Mit ihrem 2003 gegründeten Büro im Raum Bonn ist sie in der Politik- und Medienberatung tätig und übernimmt Konzeption und Realisation von Medienveranstaltungen. Die Veränderungen der Medienlandschaft analysiert... Read More →

Referenten
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Nikolaus Brender

Publizist / ehem. ZDF-Chefredakteur
Nikolaus Brender, geb. 1949, Fernsehjournalist und Medienmanager, Studium der Rechts- und Politikwissenschaften an Universitäten in Freiburg, München und Hamburg. 1978 Volontariat, danach freier Mitarbeiter beim Südwestfunk Baden-Baden und „Die Zeit“. Ab 1980 Redakteur und... Read More →
UG

Uwe Grund

Vorsitzender, ARD-Gremienvorsitzenden-Konferenz
Uwe Grund gehört dem NDR-Rundfunkrat seit 2008 an. Er wurde von der SPD Landesorganisation Hamburg in das Gremium entsandt. Grund war von 2009 bis 2013 Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Hamburg, zuvor war er stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di-Hamburg... Read More →
KH

Karl-E. Hain

Medienrechtler, Universität Köln
Karl-Eberhard Hain ist 1960 in Hachenburg geboren. 1978 Abitur am Gymnasium Marienstatt. 1986 Erstes Juristisches Staatsexamen nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Giessen, 1990 Zweites Juristisches Staatsexamen. 1990–1995 Wissenschaftlicher... Read More →
TR

Tabea Rößner

Abgeordnete des deutschen Bundestages, Bündnis 90/ Die Grünen
Tabea Rößner sitzt seit 2009 im Bundestag. Dort ist sie Sprecherin für Medienpolitik und Demografie, außerdem hat sie einen ständigen Sitz im Ausschuss für Kultur und Medien, und ist Obfrau im Unterausschuss Neue Medien. In der Enquete-Kommission "Internt und digitale Gesel... Read More →
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Fritz Wolf

freier Autor
Fritz Wolf, geb. 1947,Freier Journalist für Printmedien und Hörfunk, Fachgebiet Medien, Fernsehkritik. Autor Print für epd-medien, message, m. Autor Hörfunk für WDR und DLF. Seminare und Workshops zum Dokumentarfilm für WDR, Redaktion „story“, arte, rbb, Filmhochschule Ludwigsburg... Read More →


Saturday July 5, 2014 15:30 - 16:30
K3 Forum