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Friday, July 4
 

17:45

Dok-Kino: Betongold - Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam
Das Haus in Berlin-Mitte, in dem Regisseurin Katrin Rothe lebt, bekommt wechselt eines Tages den Besitzer. Dieser Investor erscheint zunehmend als übermächtiger Feind, dem die Mieter hilflos gegenüber stehen – trotz ihrer Mietverträge. Eine Dokumentation über den europäischen Immobilienboom, Angst und die Unsicherheit der Betroffenen.

betongold-der-film.de

Friday July 4, 2014 17:45 - 18:30
S3 Dokuwelten

18:45

Dok-Kino: Walter Kohl – Aus dem Schatten des Vaters

„Ich bin raus auf den Schulhof und will schreien. Doch es kommt kein Ton raus. Das war der fühlbare Beginn einer tiefen Sprachlosigkeit.“ So erinnert sich Walter Kohl an eine Kindheit im Ausnahmezustand. Verprügelt von Klassenkameraden, beschimpft wegen des Vaters. Zuhause zum Schweigen verdammt. Der Sohn vom Kohl. Bis ans Ende des Lebens – der Sohn. Was macht man aus so einem Leben?

Für seine WDR-Dokumentation in der Reihe Menschen hautnah hat Autor Stephan Lamby Walter Kohl auf einer Reise durch sein Leben begleitet. Walter Kohl spricht offen über ein Familienleben, das durch den Beruf und die Prominenz des Vaters geprägt war. Der Film ist zugleich eine Zeitreise durch das politische Deutschland der 80er und 90er Jahre – aus dem intimen Blickwinkel eines Mannes im Schatten der Macht. Und es ist die Geschichte eines Sohnes, dem es schließlich gelingt, aus dem Schatten herauszutreten.

wdr.de/fernsehen/dokumentation_reportage/menschen-hautnah/sendungen/sbwalterkohl104.html


Friday July 4, 2014 18:45 - 19:30
S3 Dokuwelten

19:30

Dok-Kino: Restrisiko

Ihre Taten beherrschen die Medien – Menschen im Maßregelvollzug. Doch wer sind diese Täter, die wir meist gar nicht als Patienten begreifen? Katrin Bühlig hat mit ihrem Team mehrere Wochen lang einige von ihnen in der forensischen Psychiatrie Eickelborn besucht und einen sehr intensiven Kontakt zu den Menschen hinter der Tat erhalten. So entstand ein bislang einmaliger Einblick in den Lebensalltag dreier Sexualstraftäter, deren Vergehen uns im ersten Moment sprachlos und oft auch fassungslos machen. Doch diese Männer sind laut Gericht infolge einer psychischen Erkrankung straffällig geworden und somit schuldunfähig oder zumindest vermindert schuldfähig. Im Maßregelvollzug müssen sie sich gezielten Therapien unterziehen und werden dabei auch immer wieder mit ihren Taten konfrontiert. RESTRISIKO zeichnet ein gleichermaßen unvoreingenommenes wie schonungsloses Porträt von drei Menschen, die als gefährlich und manipulativ gelten und uns dennoch erschreckend nahe kommen.

tangram-film.de/de/filme/0144

Friday July 4, 2014 19:30 - 21:00
S3 Dokuwelten

21:00

Dok-Kino: My Revolution – Videotagebücher aus Kiew
Mit Beginn des Aufstands in der Ukraine im November 2013 haben Videoblogger die Vorgänge in Kiew mit der Kamera beobachtet. Sie waren dabei, als Demonstranten im Herbst erstmals auf den Maidan strömten; sie waren dabei, als Heckenschützen wahllos Menschen erschossen; sie filmten den Aufmarsch russischer Truppen auf der Krim. Die Hamburger Produktionsfirma ECO Media nahm Kontakt zu den Videobloggern auf, führte via Skype Interviews mit ihnen und erstellte daraus eine aktuelle Dokumentation. Wenige Tage später: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan ließ YouTube in der Türkei sperren. Zu spät. Die Mitarbeiter von ECO Media hatten sich Aufnahmen der Protestbewegung von türkischen Videobloggern längst gesichert und führten nun ebenfalls über Skype Interviews. Die Augenzeugen sprachen freizügig über Korruptionsvorwürfe gegen ihre Regierung, den Verlauf der Ausschreitungen, die Trauer um einen 15jährigen Jungen, die Angst nach den Kommunalwahlen.  So entstand erneut ein sehr persönlicher Film – unbeeindruckt von Erdoğans Zensur. Videotagebücher – ein neues Genre. Welche Erfahrungen machen die Macher im Umgang mit sozialen Medien? Welche Chancen stecken in der neuen Erzählform? Stephan Lamby (ECO Media) gibt Auskunft.

My Revolution - Video Diary from Kiev: http://youtu.be/o0P6zHMmGQA
My Life under Erdoğan - Video Diary from Istanbul: http://youtu.be/d82cRXAFXNM

Friday July 4, 2014 21:00 - 21:30
S3 Dokuwelten

21:30

Dok-Kino: Die Schwulenheiler

Ärzte, die Therapien für Schwule anbieten, damit sie heterosexuell werden? Im Jahr 2014 in Deutschland? Tatsächlich halten immer noch viele Menschen Schwule für krank.

Weitere Informationen zur Reportage unter http://tinyurl.com/o7opwjf


Friday July 4, 2014 21:30 - 22:15
S3 Dokuwelten
 
Saturday, July 5
 

10:30

Dokus I: Animation im Dokumentarfilm – Trauen Filmemacher ihren Bildern nicht mehr?

„Die globale Finanzkrise begann als amerikanische Immobilienblase. Und jetzt erleben wir eine Immobilienblase. Unsichere Anleger investieren nicht mehr in Aktien, sondern in Häuser und Wohnungen – Betongold. Wenigstens ein bisschen Sicherheit in einer schwankenden Welt. Lange hab’ ich geglaubt, dass hat alles nichts mit mir zu tun. Bis zu jenem Tag, als ich eine Modernisierungsankündigung erhielt.“

Mit diesen knappen Worten eröffnet Katrin Rothe ihren Dokumentarfilm „Betongold – Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam“, bebildert den Anfang  aber nicht dokumentarisch, sondern mit einemTrickfilm. Bei „schwankender Welt“ wackelt der Globus, die Autorin selbst liegt als ihre eigene Protagonistin auf dem Sofa, als die Modernisierungsankündigung herein schwebt. Der Trick gibt dem schweren Thema etwas Leichtes -  aber er will mehr. Wenn die Maklerin später potentielle Käufer durch die Wohnung führt, wechselt der Film immer wieder vom Dokumentarischen in animierte Szenen. Damit gelingt es Rothe, Situationen festzuhalten, bei denen die Kamera wohl am Widerstand der Maklerin gescheitert wäre oder an der juristischen Gegenwehr des Investors, der bis heute mit allen Mitteln versucht, die Berichterstattung über seine Methoden zu verhindern. Die Animation bringt die Situationen vielleicht sogar besser auf den Punkt, als es die Kamera gekonnt hätte.

Mehr als zwei Jahre begleitet die Regisseurin Katrin Rothe mit der Kamera alle Winkelzüge des Investors, der das Haus gekauft hat: Aus den Mietwohnungen will er luxuriöse Eigentumswohnungen machen. Die alten Mieter sollen vertrieben werden, denn leere Wohnungen verkaufen sich am besten. Diesen Umwandlungsprozess zeigt Rothe, die selber in diesem Haus wohnt, ganz aus ihrer Perspektive als Mieterin. Auch alle Nachbarn wollen zunächst wohnen bleiben und sich gegen Luxussanierung und Verdopplung der Mieten wehren.  

Leistet der Trickfilm in bestimmten Situationen mehr, als es die dokumentarischen Aufnahmen vermocht hätten? Und hilft die ganz subjektive Sicht der Betroffenen, die abstrakten, oft kaum nachvollziehbaren Winkelzüge von Immobilienhaien und Maklern sichtbar zu machen? Besser jedenfalls, als es die Erklär-Stücke herkömmlicher Filme mit Hilfe von Graphiken und Schwenks über die Hausfassaden der Verantwortlichen leisten.

Die Marler Jury verlieh der Regisseurin in diesem Jahr für „Betongold“ den  Grimme-Preis in Gold. Und bei der Duisburger Filmwoche wurde Katrin Rothe mit dem 3sat-Preis für den besten deutschen Dokumentarfilmpreis 2013 ausgezeichnet.

"Während atemloser 52 Minuten lässt uns die Filmemacherin teilhaben an ihrem Kampf gegen ein Monster", heißt es in der Jurybegründung. "Mit spielerischer Leichtigkeit, umwerfender Selbstironie und einem messerscharfen analytischen Verstand macht sich die Regisseurin daran, einer Maschinerie zu trotzen, die sie zu verschlingen droht. Und dadurch, dass sie uns ganz konkret zeigt, wie frau das macht und, dass man sich wehren kann, macht sie uns Mut, es ihr gleichzutun."

http://www.betongold-der-film.de/

 


Moderatoren
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Gert Monheim

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Referenten
KR

Katrin Rothe

Regisseurin
Katrin Rothe ist Regisseurin und verbindet leidenschaftlich gerne Trickfilm mit anderen Formaten. Ihr Fernsehdebut „Dunkler Lippenstift macht seriöser“, ein 60minütiger Dokumentarfilm über zwei Hochschulabsolventinnen auf Jobsuche, lief auf zahlreichen Festivals und war 2004... Read More →


Saturday July 5, 2014 10:30 - 11:30
S3 Dokuwelten

11:45

Dokus II: Distanz und Nähe – Filmemacher und ihre Protagonisten

Das Verhältnis zwischen Filmemachern und ihren Protagonisten ist die Grundlage für die Realisierung eines dokumentarischen Films. Wie überzeuge ich Protagonisten  von der  Mitarbeit an meinem Film? Wie gewinne ich ihr Vertrauen? Wie schaffe ich eine tragfähige Beziehung, die eine längere Zusammenarbeit möglich macht, ohne meine Distanz zu verlieren? Oft ist das ein langer und mühsamer Prozess der Annäherung.

Davon kann Stephan Lamby ein Lied singen, der Autor und Produzent vielbeachteter Dokumentationen über Joschka Fischer, Henry Kissinger,  Angela Merkel, Peer Steinbrück und Helmut Kohl ist. In diesem Jahr ist Lamby eine Spur tiefer in die Familiengeschichte des Altbundeskanzlers eingetaucht und hat ein Porträt seines ältesten Sohnes produziert: „Walter Kohl – Im Schatten des Vaters“. Als Sohn des über Jahre bedeutendsten deutschen Politikers hat er viel aushalten müssen, hat Neid, Verachtung aber auch Misshandlungen seiner Klassenkameraden erfahren. Und zuhause ging es eigentlich immer nur um den politischen  Kampf des Vaters. Jahrelang hat Walter Kohl geschwiegen. Wie hat es Lamby geschafft, dass Walter Kohl bereit war, über sein Trauma zu sprechen: Wie das ist und was es mit einem macht, immer nur der Sohn eines berühmten Vaters zu sein? 

Eine noch größere Herausforderung stellte für die Regisseurin Katrin Bühlig ihr Film „Restrisiko – Ein Film über Menschen im Maßregelvollzug“ dar. Denn sie  suchte  Sexualstraftäter in der Sicherheitsverwahrung der forensischen Psychiatrie auf, die junge Mädchen vergewaltigt und einige sogar ermordet hatten. Was bedeutet es gerade für eine Frau, Sexualtäter nach ihren Straftaten zu befragen? Und – so schwer das auch sein mag – muss man nicht auch zu diesen Männern eine Beziehung aufbauen, wenn man einen Film über sie machen will? Wie ist Katrin Bühlig  mit diesem Problem umgegangen? Und was ging ihr durch den Kopf, als ein Protagonist ungerührt erzählt, dass er nicht mehr weiß - „ ich hab´s nicht so mit Zahlen“, wie viele junge Mädchen er umgebracht hat? Gab es Situationen, in denen sie glaubte, nicht weitermachen zu können? Oder waren da auch Momente, in denen sie Verständnis oder gar Mitgefühl für die Täter entwickelte?

Die besprochenen Filme werden am Freitag im Doku-Kino (S3) gezeigt.

Moderatoren
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Gert Monheim

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Referenten
KB

Katrin Bühlig

Regisseurin
Katrin Bühlig, geboren 1967 in Leipzig, studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg Dokumentarfilmregie. Sie führte u.a. Regie bei „Bevor der letzte Vorhang fällt ( 1997 ), „Mörder weinen nicht“ ( 1998 ) oder „Kribbeln im Bauch“  ( 2001 ). Danach arbeitete... Read More →
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Stephan Lamby

Autor und Produzent, ECO Media TV
Stephan Lamby studierte in Marburg und Hamburg Germanistik und Anglistik. Er arbeitete als freier Journalist in New York und als stellv. Chefredakteur bei Radio 107 in Hamburg. Seit 1992 war Lamby beim Fernsehmagazin der ZEIT stellv. Redaktionsleiter und Moderator, seit 1997 ist er... Read More →


Saturday July 5, 2014 11:45 - 12:45
S3 Dokuwelten

14:15

Dokus III - "Wolf sieht fern" - Dokumentarfilmkritik als Blog
Dokumentarfilme laufen im Fernsehen unbemerkt meist nachts und auf den Kulturkanälen. Aber mit Mediatheken, Festplattenrekordern oder virtuellen Videorekordern kann sich jeder sein eigenes Filmprogramm zusammenstellen. Viele Zuschauer würden solche Filme anschauen – wenn sie wüssten, wo sie sie finden. Oder wenn sie überhaupt wüssten, dass es sie gibt. Das Weblog „wolfsiehtfern“ will mit kleinen Bordmitteln gegen die Ignoranz der Sender anarbeiten, Aufmerksamkeit herstellen und auch Diskussionen über filmpolitische und ästhetische Fragen zum Dokumentarfilm anregen.

Wolf sieht fern: wolfsiehtfern.de

Moderatoren
SS

Sanaz Saleh-Ebrahimi

WDR
Moderatorin WDR Lokalzeit Bonn. Redakteurin ZDF Volle Kanne - Service täglich. 2011: Moderatorin des Wetters in den heute-Nachrichten des ZDF. 2008/2009: Volontariat ZDF. 2005 bis 2009: Studium Wissenschaftsjournalismus Uni Dortmund.Foto: WDR / Annika Fußwinkel

Referenten
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Fritz Wolf

freier Autor
Fritz Wolf, geb. 1947,Freier Journalist für Printmedien und Hörfunk, Fachgebiet Medien, Fernsehkritik. Autor Print für epd-medien, message, m. Autor Hörfunk für WDR und DLF. Seminare und Workshops zum Dokumentarfilm für WDR, Redaktion „story“, arte, rbb, Filmhochschule Ludwigsburg... Read More →


Saturday July 5, 2014 14:15 - 15:15
S3 Dokuwelten

15:30

Dokus IV: Bilder von unten - Videotagebücher aus Istanbul und Kiew
Mit Beginn des Aufstands in der Ukraine im November 2013 haben Videoblogger die Vorgänge in Kiew mit der Kamera beobachtet. Sie waren dabei, als Demonstranten im Herbst erstmals auf den Maidan strömten; sie waren dabei, als Heckenschützen wahllos Menschen erschossen; sie filmten den Aufmarsch russischer Truppen auf der Krim. Die Hamburger Produktionsfirma ECO Media nahm Kontakt zu den Videobloggern auf, führte via Skype Interviews mit ihnen und erstellte daraus eine aktuelle Dokumentation. Wenige Tage später: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan ließ YouTube in der Türkei sperren. Zu spät. Die Mitarbeiter von ECO Media hatten sich Aufnahmen der Protestbewegung von türkischen Videobloggern längst gesichert und führten nun ebenfalls über Skype Interviews. Die Augenzeugen sprachen freizügig über Korruptionsvorwürfe gegen ihre Regierung, den Verlauf der Ausschreitungen, die Trauer um einen 15jährigen Jungen, die Angst nach den Kommunalwahlen.  So entstand erneut ein sehr persönlicher Film – unbeeindruckt von Erdoğans Zensur.
 
Videotagebücher – ein neues Genre. Welche Erfahrungen machen die Macher im Umgang mit sozialen Medien? Welche Chancen stecken in der neuen Erzählform? Stephan Lamby (ECO Media) gibt Auskunft.

My Revolution - Video Diary from Kiev: youtu.be/o0P6zHMmGQA
My Life under Erdoğan - Video Diary from Istanbul: youtu.be/d82cRXAFXNM

Moderatoren
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Gert Monheim

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Referenten
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Stephan Lamby

Autor und Produzent, ECO Media TV
Stephan Lamby studierte in Marburg und Hamburg Germanistik und Anglistik. Er arbeitete als freier Journalist in New York und als stellv. Chefredakteur bei Radio 107 in Hamburg. Seit 1992 war Lamby beim Fernsehmagazin der ZEIT stellv. Redaktionsleiter und Moderator, seit 1997 ist er... Read More →


Saturday July 5, 2014 15:30 - 16:30
S3 Dokuwelten

16:45

Dokus V - "Die Schwulenheiler": als schwuler Reporter bei Ärzten, die Schwule "umpolen" wollen

Bin ich krank? Christian Deker, schwul und Panorama-Reporter, besucht in einem Selbstversuch Ärzte, die Homosexualität als Störung betrachten und ihn deshalb therapieren wollen. Die Mediziner, die sich in strenggläubigen christlichen Kreisen bewegen, schlagen ihm Behandlungen vor, die seine sexuelle Orientierung von homo- zu heterosexuell verändern sollen. Dabei sind solche Umpolungsverfahren nicht nur unwirksam, sondern können sich sogar negativ auf die Gesundheit auswirken, warnen Weltärztebund und Bundesärztekammer. Dennoch versuchen diese Ärzte, solche Verfahren offenbar sogar über die Krankenkassen abzurechnen. Nach seinen Arztbesuchen erhält der Reporter Abrechnungen der Mediziner zur Weiterleitung an die private Krankenkasse. Darin diagnostizieren die Mediziner eine „psychische Störung“ oder eine „lebensverändernde Erkrankung“. 

Der Film thematisiert auch die Diskriminierung Homosexueller in anderen gesellschaftlichen Bereichen. In der Bundesrepublik Deutschland wurden bis 1969 zehntausende Schwule zu Haftstrafen verurteilt, weil man ihre sexuelle Orientierung als „unzüchtig“ kriminalisierte. Die Urteile sind bis heute rechtskräftig. In einem anderen Beispiel zeigt das Autorenteam, wie Schwule auch im Jahr 2014 kein Knochenmark spenden dürfen, um todkranken Menschen zu helfen. Schwule seien im Vergleich zu Heterosexuellen statistisch häufiger mit Infektionskrankheiten wie HIV infiziert. Damit werden pauschal auch alle gesunden Schwulen ausgeschlossen.  

Eine Reise in die letzten homophoben Winkel der Republik.

Weitere Informationen zur Reportage: tinyurl.com/o7opwjf


Moderatoren
LG

Lena Gürtler

Seit 2012 im Team Recherche des NDR. Schwerpunkte: Wirtschaft, Stasi, Ostdeutschland und datenjournalistische Recherche, zuvor Reporterin im NDR Landesfunkhaus Schwerin. Volontariat von 2007 bis 2008 bei der Evangelischen Journalistenschule in Berlin, zuvor Referentin beim Landesbeauftragten... Read More →

Referenten
CD

Christian Deker

Autor, NDR Panorama
Christian Deker, Jahrgang 1982, arbeitet als Autor für »Panorama – die Reporter« und »Panorama« (NDR/ARD). Geboren in Stuttgart, studium generale am Leibniz Kolleg Tübingen, Jura-Studium an der Universität Freiburg, 1. Juristisches Staatsexamen. Arbeit als freier Journalist... Read More →


Saturday July 5, 2014 16:45 - 17:45
S3 Dokuwelten