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Friday, July 4
 

10:30

Investigative journalism around the world - Collaboration at the Global Investigative Journalism Network
The Global Investigative Journalism Network (GIJN) is composed of nonprofit investigative journalism organizations that produce stories, conduct training, provide resources, and encourage the creation of similar nonprofit groups. It was created in 2003 when more than 300 journalists from around the world gathered for the second Global Investigative Journalism Conference in Copenhagen. Since then it has grown to more than 90 member organizations in 44 countries. In this session GIJN’s Deputy Director Gabriela Manuli will talk about outstanding crossborder team investigations and the opportunities of international cooperation. 

Website: gijn.org

Moderatoren
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Nina Plonka

Investigative Journalistin, stern
Nina Plonka, geb. 1981, absolvierte ein Rundfunk- und Online-Volontariat bei der Deutschen Welle und hospitierte bei „ProPublica“ in New York, der weltweit ersten Non-Profit-Redaktion für Investigativen Journalimus. Zuvor hatte sie in Gelsenkirchen und Wales Kommunikation und... Read More →

Referenten
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Gabriela Manuli

Deputy Director, Global Investigative Journalism Network
Gabriela Manuli, GIJN Deputy Director. A native of Argentina, Gabriela Manuli has been a journalist for more than ten years, working for radio and TV shows, magazines, and newspapers. From 2005 to 2009 she was a member of the investigative reporting team of Perfil Newspaper in Ar... Read More →


Friday July 4, 2014 10:30 - 11:30
S3 Dokuwelten

10:30

Syrien: Berichten unter Lebensgefahr – Die Lage der Journalisten in Syrien

Journalisten sind in Syrien Gefahren von allen Seiten ausgesetzt. Das Regime versucht mit Zensur und Überwachung, Festnahmen und Folter, das Ausmaß seiner Menschenrechtsverletzungen und des Widerstands zu verschleiern. Zugleich verbreiten Dschihadisten mit Entführungen und Gewalt ein Klima des Terrors – und haben mittlerweile erhebliche Teile des Nachbarlands Irak unter ihre Kontrolle gebracht, wo nun eine ähnliche Entwicklung droht.

Für ausländische Journalisten ist es mittlerweile ein kaum noch kalkulierbares Risiko, aus bestimmten Gebieten Syriens zu berichten. Den größten Gefahren sind jedoch einheimische Medienschaffende ausgesetzt, die in ständiger Angst vor Festnahme, Anschlägen und Verschleppungen arbeiten und leben.

Wie können Journalisten überhaupt noch an unabhängige Informationen aus Syrien gelangen? Wie gehen sie im Arbeitsalltag mit den Risiken um? Wie positionieren sich junge syrische Medienmacher zwischen den politischen Fronten? Und welche Folgen für die Berichterstattung hat die zunehmende Gleichgültigkeit der Weltöffentlichkeit?

reporter-ohne-grenzen.de/syrien


Moderatoren
AF

Astrid Frohloff

Reporter ohne Grenzen
Astrid Frohloff, Jahrgang 1962, ist Fernsehjournalistin und -moderatorin. Sie moderiert das ARD-Politikmagazin "Kontraste" und das Magazin "Klartext" für den rbb. Die Politikwissenschaftlerin hat in Hannover studiert, ihr Journalistenhandwerk hat sie in den USA und in Hann... Read More →

Referenten
MA

Majid al-Bunni

Radiomaker & Activist, Baladna FM
Majid al-Bunni (25) moderiert beim syrischen Exil-Radiosender Baladna FM die wöchentliche Sendung „Fann al-mumkin“ („Die Kunst des Möglichen“), die politische Analysen jenseits der Tagesaktualität bietet. Schwerpunkt seines Senders sind weniger Nachrichten als Meinungen... Read More →
HA

Houssam Aldeen

Producer & Rechercheassistent
Houssam Aldeen (35), ehemaliger Theaterregisseur, hat in seiner Heimat Syrien als freier Journalist gearbeitet. Als Producer und Stringer war er Kontaktmann, ortskundiger Assistent und Übersetzer für Journalisten internationaler Medien wie BBC, CNN und France 2. Zusammen mit westlichen... Read More →
AR

Antonia Rados

Chefreporterin Ausland, RTL
In Österreich geboren, in der Welt zu Hause könnte als Lebensmotto von Antonia Rados gelten. Mit dem Wissen einer promovierten Politologin brach sie bereits Ende der 70er Jahre für den ORF als Korrespondentin in die unterschiedlichsten Regionen der Erde auf. Besondere Aufmerksamkeit... Read More →
CR

Christoph Reuter

Korrespondent, Spiegel
Nach seinem Studiums der Islamwissenschaften, Politologie und Germanistik in Hamburg zog es Christoph Reuter in die arabische Welt, die ihn bis heute fasziniert. Für Magazine wie Geo, stern oder die Zeit berichtete er vorwiegend aus dem Nahen Osten und Afghanistan, was ihm 1997 den... Read More →


Friday July 4, 2014 10:30 - 11:30
K1 Forum

11:45

Deutsche Waffengeschäfte in Griechenland – Eine gemeinsame Recherche von Journalisten aus Griechenland, Deutschland und der Schweiz

Es gilt das Prinzip: „Wir teilen den anderen Redaktionen sofort mit, was wir wissen“, schreibt Griechenlands erfolgreichster Enthüllungsjournalist Tasos Telloglou von der Zeitung Kathimerini. Die anderen sind: Klaus Ott von der Süddeutschen Zeitung und Thomas Knellwolf vom Schweizer Tages-Anzeiger. Auf diese Weise hat das Trio in den vergangenen Jahren immer wieder für eine ganze Reihe von Scoops gesorgt. Angefangen hat es mit der Enthüllung über den Ferrostahl-Skandal (Verkauf von deutschen U-Booten nach Griechenland). Ermittlungen und Verurteilungen in Deutschland führten wiederum zu Ermittlungen und Verurteilungen (u.a. Ex-Verteidigungsminister Tsochatzopoulos) in Griechenland. Zuletzt sorgte das Trio für Schlagzeilen mit ihren Enthüllungen über Machenschaften der Waffenschmiede Krauss-Maffei-Wegmann. Im Gespräch mit nr-Vorsitzenden Oliver Schröm werden Klaus Ott, Thomas Knellwolf und Tasos Telloglou einen Einblick geben, wie man grenzüberschreitende Recherche organisiert, koordiniert und zum gemeinsamen Erfolg führt.
Eine Auswahl der insgesamt über 30 gemeinsamen Geschichten:
Griechische Waffenkäufer legen Schmiergeld in der Schweiz an (tagesanzeiger.ch):

tinyurl.com/ottelloknell

http://www.sueddeutsche.de/politik/geschaefte-mit-griechenlands-regierung-razzia-bei-deutschen-ruestungsfirmen-1.1753716


http://www.sueddeutsche.de/politik/ruestungskonzern-krauss-maffei-wegmann-panzer-und-genossen-1.1968277

http://www.sueddeutsche.de/politik/ruestungkonzern-krauss-maffei-wegmann-spd-politiker-kassierten-bei-panzerdeal-1.1968304

http://www.sueddeutsche.de/politik/schmiergeld-affaere-um-panzerkauf-auf-gute-beziehungen-1.1852207-2


http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schmiergeldzahlungen-bei-ruestungsdeals-mit-die-
hand-aufgehalten-1.1906631

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-ruestungskonzerne-festnahme-in-athen-wegen-bestechungs-affaere-1.1853545

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/krauss-maffei-wegmann-verklagt-ex-manager-der-ruestungsrentner-1.1955229-2

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schmiergeld-ermittlungen-in-griechenland-druck-auf-deutsche-ruestungsfirmen-steigt-1.1855972-2

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kampf-gegen-korruption-in-griechenland-das-geld-gehoert-dem-volk-1.1855956-2

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/geschmierte-ruestungsdeals-mit-deutschen-firmen-verdaechtige-in-athen-festgenommen-1.1866170

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schmiergeld-verdacht-gegen-eads-eurofighter-treffen-in-der-milchbar-1.1893747

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schmiergeldvorwuerfe-gegen-ruestungsfirmen-reisetasche-voller-geldscheine-1.1852961

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verdacht-auf-steuerhinterziehung-und-geldwaesche-monate-der-abrechnung-1.1657126

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/leopard-panzer-fuer-griechenland-geschmiertes-geschaeft-1.1884137-2

http://www.kathimerini.gr/64292/article/epikairothta/politikh/entos-kai-ektos-synorwn-oi-ereynes-gia-tis-mizes-twn-e3oplistikwn---stoixeia-fwtia-gia-tis-synallages


Moderatoren
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Oliver Schröm

Chefredakteur, correctiv.org
Nach einem Volontariat bei der „Heidenheimer Zeitung“ arbeitete Schröm unter anderem für „Die Zeit“, die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ sowie für das ZDF-Magazin „Kennzeichen D“. 2010 gründete er das Investigativ-Team des „Stern“ und leitete es bis... Read More →

Referenten
TK

Thomas Knellwolf

Reporter, Tages-Anzeiger
Thomas Knellwolf leitet das Rechercheteam von Tages-Anzeiger und Bund. Zuvor war er je drei Jahre lang Reporter im Ressort Analyse/Hintergrund und Korrespondent für die Zeitungen in Basel. Der Historiker hat sich auf Geheimdienst- und Justizthemen spezialisiert. Er ist (Co-)Autor... Read More →
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Klaus Ott

Redakteur, Süddeutsche Zeitung
Geboren 1959, aufgewachsen in Kitzingen und Ochsenfurt bei Würzburg. Bereits während der Schulzeit Mitarbeiter der Regionalzeitung Main-Post und dort das journalistische Handwerk in der Lokalredaktion Ochsenfurt gelernt. Nach dem Zivildienst in der Jugendherberge in Pullach bei... Read More →
TT

Tasos Telloglou

SKAI-TV
Der gebürtige Athener begann seine journalistische Karriere in den 80er Jahren nach einem Studium der Rechtswissenschaften. Nachdem er zunächst für die Zeitung "I Proti arbeitete, war in den 90ern für diverse Fernsehsender als Deutschlandkorrespondent tätig. Seit seiner Rückkehr... Read More →


Friday July 4, 2014 11:45 - 12:45
K7 Recherche-Erzählcafé

14:15

YanukovychLeaks – Die Spurensuche in den Akten des ukrainischen Ex-Präsidenten
Es war filmreif, was im Februar 2014 auf dem Anwesen des hastig nach Russland geflüchteten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch geschah: Ein Mitarbeiter der Residenz hatte Journalisten darüber informiert, dass im angrenzenden Stausee Papiere schwimmen. Taucher fischten daraufhin hunderte Aktenordner aus dem See – und Journalisten begannen damit, die Papiere zu sichten, zu trocknen und zu scannen: Sogar die Gästesauna des opulenten Anwesens half dabei, die Blätter vom Wasser zu befreien. Es war der Beginn von YanukovychLeaks. Inzwischen sind mehr als 23.000 Seiten online abrufbar.

YanukovychLeaks: yanukovychleaks.org

Newsroom Mezhyhirya: The story of YanukovychLeaks (Dokumentation): youtu.be/tO556APIlik

Moderatoren
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Pauline Tillmann

Chefredakteurin, Deine Korrespondentin
Pauline Tillmann (33) hat das digitale Magazin „Deine Korrespondentin“ gegründet. Von 2011 bis 2015 hat sie als freie Auslandskorrespondentin in St. Petersburg gearbeitet und vor allem die ARD mit Reportagen und Radio-Features über... Read More →

Referenten
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Kateryna Kapliuk

Journalist, RFE/RL
Kateryna Kapliuk works as a journalist at Radio Free Europe / Radio Liberty. In February 2014 she became a member of YanukovychLeaks. She also worked at the Ukrainian service of Deutsche Welle, investigative journalism agency Slidstvo.Info, Ukrayinska Pravda, Forbes Ukraine and Kyiv... Read More →


Friday July 4, 2014 14:15 - 15:15
K6 Personen & Projekte

15:30

Crossborder-Teamrecherchen: Die Methode
Cross border reporting is necessary if journalists want to stay watchdogs in ever more globalised societies. This poses new challenges on systematic planning, teamwork communication, ethics, story telling and so forth. Brigitte Alfter is about to publish a book summarising the method of cross border reporting from idea to publication and follow up including potential pitfalls and methods of solving them. The book is based on a long series of interviews with the pioneer journalists in the field, in the workshop she will present some key points and then help participants develop their ideas.


Referenten
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Brigitte Alfter

Managing Editor, Journalismfund.eu
Co-founder and Managing Editor at Journalismfund.eu, a support structure for in-depth, innovative and independent journalism in Europe. Brigitte is a senior Danish-German journalist, she has won multiple awards and is proud that these awards were always granted to her and team members.Having... Read More →


Friday July 4, 2014 15:30 - 16:30
S2 Recherchepraxis
 
Saturday, July 5
 

10:30

Was ist uns Recherche wert? - USA und Deutschland im Vergleich
Brandon Mitchener, der für das Wall Street Journal und die International Herald Tribune aus Brüssel und Deutschland berichtete, sagte: Sehr viele Zeitungsartikel in Deutschland enthielten „keine eigene Recherche, sondern sind weitgehend unkritisch. Mit wenigen Ausnahmen halte ich die Journalisten für zu passiv und vielleicht auch etwas faul.“ Das ist etliche Jahre her, Mitchener berichtete von 1990 bis 2004 als Korrespondent. Seine Kritik trifft aber immer noch auf viele Artikel zu, abzulesen an der großen Menge an Veröffentlichungen, die fast ausschließlich auf PR-Mitteilungen oder einer einzigen Quelle basieren, auch bei seriösen Zeitungen. In den USA dagegen sind Ein-Quellen-Geschichten ein Tabu. Gleiches gilt für die Autorisierung von Interviews und Zitaten: eine Unsitte in Deutschland, die PR fördert und die man in den USA nicht kennt oder zumindest stärker ablehnt und bekämpft. Das bedeutet aber nicht, dass in den USA alles besser ist. Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede im Stellenwert der Recherche? Traditionell hat die Recherche in den USA einen höheren Stellenwert. Dort entwickelte sich der investigative Journalismus vor über 100 Jahren und erlebte als Muckracking (im Dreck wühlen) eine Blütezeit – und das zu einem Zeitpunkt als bei uns vor allem der Meinungsartikel hoch gehalten wurde. Die Devise des New Yorker Verlegers Joseph Pulitzers lautete: „Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen.“ Enthüllungen von Kriegsverbrechen im Vietnam-Krieg durch Sy Hersh und illegales Abhören durch Präsident Richard Nixon durch Bob Woodward und Carl Bernstein haben diese Tradition in den 60er und 70er Jahren belebt. Der investigative Journalist avancierte zum Mythos und Filmhelden. Fortan leisteten sich vereinzelt auch Lokal- und Regionalzeitungen aufwendige Recherchen. In Deutschland dagegen war der Reporter lange Zeit vor allem als Schönschreiber von Reportagen angesehen, nicht aber als Aufdecker von Missständen, nicht als Wachhund und Kontrolleur der Mächtigen. Der Spiegel und einzelne TV-Magazine hatten Jahrzehnte fast ein Monopol auf Recherche und investigative Recherche. Mehr noch: In Deutschland hielt man Günter Wallraff und seine Undercover-Recherchen für die hohe Kunst der Recherche. Dabei ist das nur eine – wenn auch wichtige - Variation der Recherche. Überspitzt formuliert: Investigative Recherche schien hierzulande fast eine Abart oder Verirrung und nicht eine Notwendigkeit und hohe Kunst des Journalismus zu sein. Hartnäckige Recherche im Lokalen war und ist die absolute Ausnahme.
 Der Unterschied in den USA und Deutschland zeigte sich schon bei der Ausbildung: Während in den USA Reporting & Writing als Grundkurs an Journalistenschulen gelehrt wurde, ging es hierzulande lange Zeit vor allem um das Schreiben. Der Begriff des Reporters ist in den USA stärker verwurzelt und mit ihm der Gedanke, dass Recherche der Kern des Journalismus ist. Nicht umsonst spricht man in den USA vom investigative reporting und nicht so sehr von investigative journalism. Der Verband IRE Investigative Reporters & Editors betont diesen Aspekt schon im Namen. Der Verband wurde 1975 gegründet, 26 Jahre vor Netzwerk Recherche – ein Zeichen, dass Entwicklungen aus den USA zeitlich verzögert bei uns eintreten. Während investigative Journalisten bei uns noch introvertierte Einzelkämpfer waren, tauschten sich Reporter in den USA aus.
Das gilt für rechtliche, aber auch handwerkliche Entwicklungen  im Medienbereich. Lange vor dem Informationsfreiheitsgesetz gab es in den USA den Freedom of Information Act, der Journalisten immer wieder wichtige Informationen gab. 20 Jahre bevor bei uns Datenjournalismus bekannt wurde, gab es in den USA bereits CAR Computer-assisted-reporting; gleiches gilt für eigene Teams für Recherche und darauf spezialisierte Redaktionen. Trotz oder wegen der ökonomischen Krise haben sich in den USA viele gemeinnützige Initiativen für Recherchejournalismus im Stile von ProPublica gegründet – diese Entwicklung steht bei uns noch aus. In den USA haben Journalisten aufgrund der gesetzlichen Regelung (Recht auf Öffentlichkeit geht vor Recht auf Privatsphäre) immer noch mehr Möglichkeiten, bei gerichtlichen Klagen und juristischen Auseinandersetzungen an umfangreiche Eingaben und Protokolle zu kommen. Jedoch nimmt der Stellenwert der Recherche in Deutschland seit einigen Jahren zu. Fragen des Handwerks, vor denen wir uns gestellt sehen, gleichen sich in beiden Ländern an, nicht zuletzt aufgrund der Zusammenarbeit bei globalen Recherchen (off shore leaks). Das macht den Blick in die USA für uns so interessant und lehrreich.


Moderatoren
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Brigitte Alfter

Managing Editor, Journalismfund.eu
Co-founder and Managing Editor at Journalismfund.eu, a support structure for in-depth, innovative and independent journalism in Europe. Brigitte is a senior Danish-German journalist, she has won multiple awards and is proud that these awards were always granted to her and team members.Having... Read More →

Referenten
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Monika Bäuerlein

CEO, Mother Jones
Monika Bäuerlein is CEO of Mother Jones. Previously, she served as co-editor with Clara Jeffery, who is now editor-in-chief. Together, they spearheaded an era of editorial growth and innovation, marked by two National Magazine Awards for general excellence, the addition of a... Read More →
SH

Seymour Hersh

Seymour M. Hersh wrote his first piece for The New Yorkerin 1971 and has been a regular contributor to the magazine since 1993. His journalism and publishing awards include a Pulitzer Prize, five George Polk Awards, two National Magazine Awards, and more than a dozen other prizes... Read More →
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Andrew Lehren

Investigative Reporter, The New York Times
Andrew W. Lehren is a reporter at The New York Times, and has worked on a range of national, international, and investigative stories. He was one of the newspaper’s lead reporters analyzing the Wikileaks trove of diplomatic cables, Afghanistan and Iraq war logs, and Guantanamo... Read More →
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Georg Mascolo

Leiter, Rechercheverbund SZ, WDR und NDR
Georg Mascolo, geb. 1964, begann 1988 bei SPIEGEL TV und wechselte 1992 zum Nachrichtenmagazin Der Spiegel, wo er stellvertretender Leiter des Berliner Büros wurde. Mit seinen Recherchen beispielsweise über die „Plutonium-Affäre“ wurde er zu einem der bekanntesten investigativen... Read More →


Saturday July 5, 2014 10:30 - 11:30
K1 Forum

14:15

Handlanger und Lebensretter – Über die gefährliche Arbeit von Stringern in Krisengebieten
Gute Stringer sind in vielen Krisengebieten überlebenswichtig und für hintergründige Auslandsbeiträge oft unerlässlich. Dafür müsste man sie eigentlich wertschätzen. Aber einheimische Helfer und Journalisten machten lange Zeit nur die Drecksarbeit. Kaum einer kennt sie, sie haben keine Aufstiegschancen, fast nie Kontakte in die Redaktionen. Das alles beginnt sich zu änden. Ahmed Jimale beschreibt aus eigener Erfahrung, wie man mit Stringern in Kriegs- oder Krisengebieten (nicht) umgehen sollte.

Berichterstattung aus Somalia – Sechshundert Dollar Kriegskasse (faz.net, 22.11.2007): tinyurl.com/faz-jimale

Moderatoren
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Lutz Mükke

Referent für Journalismus, Wissenschaft und Internationale Beziehungen, Medienstiftung der Sparkasse Leipzig
Lutz Mükke ist im Team der Leipziger Medienstiftung zuständig für die Koordination von Journalismus-Projekten, internationalen Beziehungen und Projektmanagement. Er studierte Journalistik und Afrikanistik an der Universität Leipzig und der Makerere University Kamapla/Uganda und... Read More →

Referenten
JI

Joanna Itzek

Freie Skandinavien-Korrespondentin und Reporterin
Joanna Itzek, Jahrgang 1981, volontierte 2007 bei der taz und schrieb für die Zeitung aus Ramallah, Kairo, Pankow und Charlottenburg, denn Auslands- und Lokaljournalismus sind Geschwister im Geiste. Nach einer Station als Berlin-Redakteurin bei der taz jetzt freie Reporterin und... Read More →
AJ

Ahmed Jimale

Ehemaliger ARD-Stringer in Somalia
Ahmed Jimale arbeitete mehr als zehn Jahre für die ARD als Stringer in Somalia. In einem für Journalisten hochgefährlichen Umfeld hatte der einstige freie Mitarbeiter großen Anteil daran, dass die ARD lange mit ihrer Somalia-Berichterstattung glänzen konnte. Das Ende seines... Read More →


Saturday July 5, 2014 14:15 - 15:15
R2

14:15

Der Outsider als Insider: Die Journalistenlegende Seymour Hersh über Recherchen, Preise und Krisen
Seymour M. Hersh, 77, hat über so ziemlich jedes brisante außenpolitische Thema Enthüllungen geliefert. Er gilt Vielen als vielleicht bester investigativer Journalist. 1969 hat er als freier Journalist das Massaker von My Lai in Vietnam aufgedeckt und dafür den Pulitzerpreis erhalten. Seine Enthüllung, dass Amerikaner mehr als Hundert Zivilisten, darunter Frauen und Babys, ermordeten, habe viele Amerikaner erst von der Sinnlosigkeit des Krieges in Asien überzeugt, betonte später der Vietnam-Reporter Peter Arnett. Andere wussten von dem
Kriegsverbrechen, aber recherchierten nicht. Vielleicht weil sie das eigene Netz nicht beschmutzen wollten. Anders Hersh, der die Rolle des Journalisten als die eines Outsiders sieht. Die New York Times engagierte Hersh 1972, damit er Carl Bernstein und Bob Woodward und der „Washington Post“ Paroli bot. Hersh enthüllte manches Detail des WatergateSkandals
und später auch die Rolle der CIA im Putsch gegen Allende in Chile, das gesetzeswidrige Abhören des Geheimdienstes im eigenen Land und die von Außenminister Henry Kissinger befohlene geheime Bombardierung Kambodschas. Im Jahr 2000 hat Hersh eine kontroverse Enthüllung über angebliche Kriegsverbrechen der US-Soldaten im Golfkrieg gegen den Irak veröffentlicht ehe er sich ab 2001 um 9/11 und die folgenden Kriege kümmerte und die Folterungen von Abu Ghraib aufdeckte.

Moderatoren
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Georg Mascolo

Leiter, Rechercheverbund SZ, WDR und NDR
Georg Mascolo, geb. 1964, begann 1988 bei SPIEGEL TV und wechselte 1992 zum Nachrichtenmagazin Der Spiegel, wo er stellvertretender Leiter des Berliner Büros wurde. Mit seinen Recherchen beispielsweise über die „Plutonium-Affäre“ wurde er zu einem der bekanntesten investigativen... Read More →

Referenten
SH

Seymour Hersh

Seymour M. Hersh wrote his first piece for The New Yorkerin 1971 and has been a regular contributor to the magazine since 1993. His journalism and publishing awards include a Pulitzer Prize, five George Polk Awards, two National Magazine Awards, and more than a dozen other prizes... Read More →


Saturday July 5, 2014 14:15 - 15:15
K3 Forum

14:15

Hostwriter - Weltweit kooperieren
„Wie Couchsurfing, aber für Journalisten“ – so ungefähr lässt sich die Idee hinter der Journalistenplattform „hostwriter“ auf den Punkt bringen. Doch dabei geht es um mehr als die Option, einen Schlafsack bei Kollegen auszurollen. Über hostwriter.org können Kollegen auf der ganzen Welt miteinander kooperieren und sich gegenseitig unterstützen. Das Prinzip: hostwriter matcht Journalisten, die zu ähnlichen Themen arbeiten. Kollegen können Tipps und Kontakte austauschen, sich zu Recherche-Teams zusammenschließen oder ihr Gästezimmer zur Verfügung stellen: „hostwriter – find a story, find a colleague, find a couch.“ Die Gründerinnen Tamara Anthony, Tabea Grzeszyk und Sandra Zistl stellen gemeinsam mit der hostwriter-Botschafterin für Russland, Pauline Tillmann, die neuen Möglichkeiten der kollaborativen Recherche vor.

Im Rahmen der Veranstaltung machen Wiebke Keuneke und Jan Michael Ihl auf die geplante Türkei-Recherchereise von journalists.network aufmerksam.

Referenten
TA

Tamara Anthony

Mitbegründerin, hostwriter
Tamara Anthony begann ihren beruflichen Weg zunächst auf einer wissenschaftlichen Ebene. Nach ihrem Studium von Geschichte, Journalismus und öffentlichem Recht in Hamburg und Jerusalem, folgte 2004 ein Aufbaustudium in Brüssel über EU-Politik, was sogar eine wissenschaftliche... Read More →
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Tabea Grzeszyk

Freie Journalistin, hostwriter.org
Jahrgang 1980, ist freie Journalistin und Mitgründerin von hostwriter.org, einer gemeinnützigen Plattform für journalistische Kollaborationen weltweit. Die studierte Kulturwissenschaftlerin hat ein trimediales Volontariat  an der EMS-Schule für elektronische Medien in Potsdam-Babelsberg absolviert (Online, Radio, TV), u.a. mit Stationen bei arte.tv... Read More →
avatar for Pauline Tillmann

Pauline Tillmann

Chefredakteurin, Deine Korrespondentin
Pauline Tillmann (33) hat das digitale Magazin „Deine Korrespondentin“ gegründet. Von 2011 bis 2015 hat sie als freie Auslandskorrespondentin in St. Petersburg gearbeitet und vor allem die ARD mit Reportagen und Radio-Features über... Read More →
avatar for Sandra Zistl

Sandra Zistl

hostwriter.org
Sandra Zistl hat im September 2013 mit Tamara Anthony und Tabea Grzeszyk die gemeinnützige Journalisten-Plattform „hostwriter.org“ gegründet. Das Prinzip ist „Kooperation statt Konkurrenz“: hostwriter matcht Journalisten auf der ganzen Welt, die zu ähnlichen Themen arbeiten. Kollegen können sich mit Tipps und Kontakten versorgen, zu Recherche-Teams zusammenschließen oder ihr Gästezimmer zur Verfügung... Read More →


Saturday July 5, 2014 14:15 - 15:15
K7 Recherche-Erzählcafé

15:30

Streitfall Ukraine – Was läuft schief in der Berichterstattung?
Seit (zu) vielen Wochen jeden Tag, jede Woche die immergleichen Bilder und Berichte aus der Ukraine. Reporter/innenzwischen politischen Bemühungen und tödlicher Gewalt.Und wie reagieren die Leser, Zuschauer, Radiohörer hierin Deutschland ? Die "Macher" jedenfalls sehen sich sehrhäufig heftiger Kritik ausgesetzt, weil all das, was sie sendenund berichten, zu kritisch gegenüber Putin und dessenPolitik sei. Massenmails und Daueranrufe sind an derTagesordnung. Auf der anderen Seite belegen alle Umfragen,dass "die Deutschen" Putin sehr kritisch sehen, ihm nurwenig vertrauen.Wie passt das zusammen ? Sind die Proteste an die Medieninszeniert und gesteuert ? Wenn ja, von wem ? Oder lieferntatsächlich die Medien durch ihre Berichterstattung die Gründe ? Was läuft also schief in der Berichterstattung,warum diese Emotionen und Reaktionen ? 

Moderatoren
VW

Volker Weichsel

"Osteuropa"
Volker Weichsel studierte Politikwissenschaft und Slavistik in Mannheim und Kiew; er wurde mit einer Arbeit über nationalpolitische Traditionen und europapolitische Konzepte in der Tschechischen Republik promoviert.

Referenten
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Jakob Augstein

Verleger und Chefredakteur, der Freitag
Jahrgang 1967, ist Verleger und Chefredakteur der Wochenzeitung „der Freitag“. Augstein schreibt regelmäßig auf Spiegel Online die Kolumne „Im Zweifel links“. Schon während seines Politikwissenschaftstudiums arbeitete er freiberuflich für die „Berliner Zeitung“, 1993... Read More →
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Jörg Eigendorf

Chefreporter des Investigativ-Ressorts, Die Welt
Jörg Eigendorf, 46, hat nach der Ausbildung an der Kölner Journalistenschule in der Domstadt Volkswirtschaftslehre studiert und dort 1996 seinen Abschluss als Diplom-Volkswirt gemacht. Parallel dazu arbeitete er von 1993 bis 1999 in Moskau, seit 1994 als Wirtschaftskorrespondent... Read More →
NF

Natascha Fiebrig

Korrespondentin
Geboren 1981 in Kiew, Studium der Journalistik an der Nationalen Schewtschenko Universität Kiew. Seit 2000 ist Fiebrig für die ukrainischen Fernsehsender 1+1 und ICTV (International Commercial Television) tätig. 2003 kommt sie nach Deutschland und arbeitet anschließend als Auslandskorrespondentin... Read More →
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Katja Gloger

Autorin, stern
Die Stern-Autorin Katja Gloger (geb. 1960) arbeitete nach dem Studium der Slawistik und Politik zunächst als TV-Reporterin beim WDR und wechselte 1989 zum Stern nach Hamburg, für den sie als Korrespondentin aus Moskau berichtete. 2004 ging sie als politische Korrespondentin für... Read More →
UK

Uwe Klußmann

Redakteur, Der Spiegel
Uwe Klußmann, geboren 1961, ist seit 1990 Redakteur des SPIEGEL. Von 1999 bis 2009 lebte er als Korrespondent in Moskau. Zu den Schwerpunkten des Historikers gehören die deutsche, russische und sowjetische Geschichte. Bei DVA hat er zuletzt die SPIEGEL-Bücher Die Hohenzollern... Read More →


Saturday July 5, 2014 15:30 - 16:30
K1 Forum